Die Deutsch-Namibische Gesellschaft ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit derzeit ca. 1.500 Mitgliedern und Förderern. Wir unterstützen Projekte in Namibia, fördern den Jugend- und Kulturaustausch, geben Informationen heraus, veranstalten Seminare und tun noch manches mehr.

Bezirk Rhein-Main

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auf diesen Seiten erhalten Sie stets aktuell die neuesten Bezirksnachrichten aus dem DNG-Bezirk Rhein-Main. Unser Bezirksvorsitzender Jörg Bauer steht Ihnen darüber hinaus gern für weitere Informationen zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Tracking1Im Siesmayersaal des Frankfurter Palmengartens berichtete Dr. Tilman Lenssen-Erz von der Forschungsstelle Afrika der Universität zu Köln über ein einzigartiges archäologisches Experiment. Sein spannender Vortrag nahm  die Zuhörer mit auf eine Expeditionsreise, die er und Dr. Andreas Pastoors vom Neanderthal Museum in Mettmann in die Pyrenäenhöhlen unternommen haben. Drei San, namibische Buschleute, begleiteten sie um die prähistorischen Fußspuren in den eiszeitlichen Bilderhöhlen in Frankreich zu interpretieren. Ziel war es, mit Hilfe der speziellen Wahrnehmungsfähigkeiten der Fährtenleser mehr über den Kontext der Felskunst und über die Lebensumstände vor 17.000 Jahren zu erfahren. Die bisherigen Analysemethoden, insbesondere Messungen, lieferten zwar genaue Beschreibungen der Spuren, jedoch nichts darüber hinaus. Obwohl die Wissenschaft eine Menge sieht, so Lenssen-Erz, versteht sie vieles nicht. Die Jäger der Ju/hoansi-San gelten als die besten Fährtenleser der Welt und können viel über die Menschen und Tiere aussagen, die diese Spuren hinterlassen haben. Sie sagen, dass ein Jäger sich in das Tier hineinversetzen, es spüren muss, um es erfolgreich zu jagen. Nicht nur die Spezies, Geschlecht und Alter können sie aus den Spuren ablesen, sondern auch das Individuum, die Bewegungsart und -weise und vieles mehr wie Verhalten, Körperhaltung, Alter der Spur, und sie erkennen auch Spurüberlagerungen. Darüber hinaus sehen sie Belastungen wie Gewicht, Behinderungen oder Krankheit. Das Spurenlesen war immer eine existenzielle Grundlage ihrer Lebensweise. Daneben müssen die Buschleute auch über zoologisches und weiteres Detailwissen (Verhalten der Tiere, saisonale Veränderungen, Ernährung, Bodenkunde, Ortskenntnisse, Klima) verfügen und einen absoluten Orientierungssinn besitzen.Tracking3
Was also lag näher als ein Fährtenleser-Team der San einzubeziehen, um die Spuren vorzeitlicher Jäger zu entschlüsseln?
Nach einer Vorbereitungszeit in Namibia ging es ins eigentliche Arbeitsgebiet - die Pyrenäen. Dort gibt es rund 350 franko-kantabrische Höhlen mit eiszeitlicher Felskunst, zehn davon mit menschlichen Spuren.
Zur Veranschaulichung der Lebensumstände von früher diente unter anderem der Besuch des Neanderthal Museums, eines Schneegebietes und eines Zoos mit Braunbären als Beispiel für die damaligen Höhlenbären.
Dann wurden vier Höhlen besucht, und besonders interessant war Tuc d´Andoubert im Département Ariège mit 17.000 Jahre alten Bisonskulpturen aus Lehm. Die Abdrücke im Salle de Talons (Saal der Fersen) hatte man für einen rituellen Tanz gehalten. Die San jedoch kamen zu einem anderen Ergebnis: Es sind die Spuren von zwei Personen, eines ca. 38-jährigen Mannes und eines etwa 14-jährigen Jungen, die beide den Weg zweimal gegangen sind um etwas - in diesem Falle Lehm - von A nach B zu tragen. Unbeantwortet blieb allerdings die Frage, warum sie auf den Fersen gegangen sind.
Tracking2Die San entdeckten auch bislang unbekannte Abdrücke wie die von unbekleideten Knien. Zusammen mit einer barfüßigen Spur führte das zur Erkenntnis, dass damals weder Schuhe noch (lange) Beinkleider getragen worden waren. Auch eine Art demographischer Daten konnten die San liefern und zwar über das Geschlecht und das Alter der Personen, nämlich zwischen 3 und 60 Jahren. Die Daten sind zwar wenig belastbar, aber immerhin mehr Information als zuvor.
Dieses Experiment wurde über die gesamte Zeit von fünf Wochen von einem Fernsehteam begleitet und dokumentiert. Der Film "Footprints into the Past" ("Fußspuren in die Vergangenheit" in Zusammenarbeit mit ARTE) wurde auch in Namibia und Botswana in den Dörfern gezeigt. Das Besondere an dieser Rundreise war, dass die drei San zu Botschaftern ihrer Kultur wurden, insbesondere für die Buschleute, die aufgrund des Jagdverbotes dem Wissen der Ahnen und ihrer eigenen Kultur entfremdet wurden.
Nur im Gebiet um Tsumkwe, einer Siedlung am Rande der Kalahari, können die San noch traditionell jagen. Überall sonst ist das Jagen verboten. Daher gibt es auch Überlegungen, San aus anderen Gebieten dorthin einzuladen, damit sie ihre ursprüngliche Lebensweise wiederentdecken können.
Ein letztes Element des Tracking-in-Caves-Projektes war eine Konferenz, die im Mai 2017 im Neanderthal Museum stattfand. Hier stellten Fährtenleser aus verschiedenen Kontinenten in Vorträgen und Workshops ihre Arbeiten vor und konnten sich mit den anderen austauschen.
Das Tracking-in-Caves-Projekt war so erfolgreich, dass es fortgesetzt werden soll. So sind Nachfolgeprojekte, die die Felskunst bei Twyfelfontein in Namibia oder die Pirschjagd dokumentieren sollen, geplant.

GhostlandNicht alle schafften es in den Kinosaal - so groß war der Andrang zu dem Roadmovie, das im vergangenen Jahr mit dem Hessischen Filmpreis für die beste Dokumentation ausgezeichnet worden war.
Die Ju/´Hoansi sind eine der ältesten und ursprünglichsten Kulturen der Welt, die als Jäger und Sammler lebten, aber von anderen Stämmen und von Europäern immer weiter verdrängt wurden. Außerdem bedroht ein Jagdverbot die Lebensgrundlage dieser San in der Kalahari. Nun müssen sie mit und von dem Tourismus leben, um zu überleben.
Ihr altes Leben war besser als heutzutage, sagen die Ju/´Hoansi. Alles hat sich verändert, die Regierung lässt sie nicht mehr wie früher leben. Essen ist ein wichtiges Thema, denn sie dürfen seit dem Jahr 1990 nicht mehr jagen. Sie fertigen Kunsthandwerk an und tanzen für und mit Touristen, zeigen diesen ihre Traditionen und wie sie früher lebten.
GhostlandDoch nun werden sie selbst zu Touristen: In Begleitung ihres Freundes Werner Pfeifer, eines Deutsch-Namibiers, macht sich eine Gruppe aus dem Dorf auf die Reise -  zunächst durch Namibia und später u.a. nach Frankfurt am Main. Der Dokumentarfilmer Simon Stadler begleitet sie in eine Welt, mit der sie bisher kaum Kontakt hatten und lässt sie ihre Eindrücke und Erlebnisse - oft auf humorvolle Weise -  schildern. So erhält der Zuschauer nicht nur die Gelegenheit, die Sichtweise der San kennenzulernen, sondern bekommt auch häufig den Spiegel vorgehalten.
Die Ju/´Hoansi, die immer im Moment leben, keinen Individual-, nur Gemeinschaftsbesitz kennen, vermuten, dass die andere Welt seltsam sein muss, aber sie wollen sehen, wie der Lebensstandard anderswo ist und was sie ändern können, wenn sie zurück sind, sagen sie im Interview.
Zunächst einmal sind sie überwältigt vom Angebot eines Supermarktes. Im Damaraland fürchten sie sich vor den Steinen, die auf sie fallen könnten. Sie verstehen es nicht, wie man auf die Idee kommen kann, ein Haus zu bauen, denn sie waren Nomaden und Umherzuziehen war ein Teil  von ihnen. Begeistert sind sie vom Pool der Twyfelfontein-Lodge, denn da ist "so viel Wasser". Sie finden es unglaublich, dass Wasser einfach da sein kann. Bei den Himbas sehen sie erstmals wie man Mehl macht und wundern sich, wie man so viel Milch trinken kann. Die zweiwöchige Reise finden sie gut, insbesondere das Essen, "aber wir verstehen die anderen Leute in Namibia nicht", sagen sie. In Frankfurt
Wie würde es dann erst in Europa sein, wohin einige von ihnen sechs Monate später eingeladen wurden? Manche befürchten, dass sie in Europa verloren gehen könnten. Andererseits freuen sie sich über die Gelegenheit, "diese Welt zu sehen um zu verstehen, wie die Dinge dort funktionieren." Das Flugzeug ist ihnen nicht so ganz geheuer und der Frankfurter Flughafen so groß, dass einige glauben, dort nicht mehr herauszukommen. "Eine andere Welt", "alles ist so grün", "überall nur Häuser", "die Leute sind zu viele", "Deutschland ist zu groß für uns", "all das Wasser", "viele Bettler, auch Weiße können arm sein" sind einige der Endrücke. Es ist eine verrückte Welt, die sie kennlernen: volle und laute Städte, lustige Feiern, kaltes Wetter, Menschen, die ständig rennen, zu viel wollen, dabei jeder etwas anderes, zu viel arbeiten, zu viele Geschäfte, doch alles kostet und "ohne Geld kannst du nichts machen". Sie sind dankbar für diese Chance, aber froh, wieder zurückzukehren, denn leben wollen sie lieber in der Kalahari.Gespräch mit den Filmemachern
Im Anschluss an den Film gab es die Gelegenheit zum Gespräch mit den Filmemachern Simon Stadler und Catenia Lermer u.a. über das Jagdverbot, die Schulsituation, die medizinische Versorgung, infrastrukturelle Maßnahmen und über das Filmprojekt selbst, wobei sie betonten, dass sie die Reisen immer nur begleitet und gefilmt, aber nichts initiiert, nie eingegriffen haben.

Elemotho1Er ist einer der bekanntesten und populärsten Musiker Namibias und hat mit „Beautiful World“ jüngst sein viertes Album veröffentlicht. Der Titel ist für den Sänger, Gitarristen und Songwriter Elemotho ein Bekenntnis. „Egal, was um uns herum in der Welt auch an schlimmen Dingen passiert, ist unsere Erde doch ein schöner Ort“. Bei seinem vierten Konzert in Frankfurt geht es Elemotho eindeutig darum, Positives auszustrahlen.
Und es gelingt ihm gemeinsam mit dem Gitarristen Samuel Batola und dem Perkussionisten David Gadea aus Valencia, der erstmals bei der Tour dabei ist, auch mühelos sein Publikum mitzureißen. Elemotho2
Elemotho ist ein Mann der Wüste. Geschichtenerzähler am Lagerfeuer haben ihn dazu inspiriert Lieder zum Mitsingen, Mittanzen wie auch zum Zuhören zu schreiben. Es sind Lieder in seiner Muttersprache Setswana, in weiteren namibische Sprachen, in Englisch und Spanisch. Die Texte sind bildreich und Stories aus dem Leben, engagiert, politisch oder erzählen von Menschlichkeit, Liebe und Heimat. Mit einer Mischung aus Blues, Afro-Pop, Reggae und Folk-Pop macht Elemotho Musik, die die Herzen der Menschen berührt. Und die Spielfreude auf der Bühne war sichtbar, so dass es ein Vergnügen war dabei zu sein.

African-VocalsFünf junge Männer aus Mondesa, dem auch heute noch ärmsten Stadtteil von Swakopmund an der Westküste Namibias, hatten ein gemeinsames Hobby - die Musik. Ende 2012 gründeten Joel, Josef, Sebulon, Sylvanis und Shadile die "African Vocals" und begannen, da das Geld für Musikinstrumente fehlte, a cappella zu singen. Shadile hat mittlerweile die Band verlassen, und vier neue Sänger sind hinzu gekommen: Danzil, Eduardo, Armanis und Dennis.
Bereits 2014, als sie auf Einladung des deutschen Männerchors Eufonia und mit Unterstützung von Air Namibia und weiteren Sponsoren erstmals nach Deutschland kamen, hatten sie ihr Publikum mit ihrer harmonischen Stimmgewalt und den Klängen Afrikas fasziniert. Auch auf ihrer zweiten, einmonatigen Deutschland-Tournee gelang es ihnen, ihre Zuhörer und Zuschauer mit modernen und traditionellen afrikanischen Liedern und Tänzen in ihre Heimat Namibia zu entführen und sie von der endlosen Weite, von faszinierenden Landschaften, herzlichen Menschen und Sonnenuntergängen in der Wüste träumen zu lassen. So auch beim Abschlusskonzert in Frankfurt. Über 100 Besucher waren gekommen - schnell war die Bestuhlung angepasst worden - und waren begeistert vom Chor und seinen Liedern in verschiedenen Sprachen.African-Vocals2
Einen Teil der Einnahmen dieser Tour werden African Vocals wieder für soziale Projekte in Swakopmund spenden, denn sie „wollen das, was uns zugute kommt, weitergeben, um jenen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns und ihnen Mut zu machen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur hart genug dafür arbeitet".

Vortragsveranstaltung von Carsten Möhle alias Bwana Tucke-Tucke in der EXPERIMINTA in Frankfurt am 30.03.2017

Carsten Möhle und Jörg BauerDer nunmehr 8. Bildervortrag von Carsten Möhle, der wieder in der sehr gut besuchten EXPERIMINTA in Frankfurt stattfinden konnte, führte in das dünn besiedelte Kaokoveld im Nordwesten Namibias. Es ist der Lebensraum von rund 8.000 Himba-Nomaden, den Herr Möhle informativ, unterhaltsam und anschaulich vorstellte. In einem Gebiet etwa so groß wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen leben ungefähr 12 000 Menschen ständig, neben den Himba auch Nama und einige wenige Weiße. Die Abgeschiedenheit sowie buschkriegsbedingte Zugangskontrollen hatten dafür gesorgt, dass das Kaokoveld lange Zeit für Besucher nur schwer erreichbar war. Vor der Unabhängigkeit Namibias im Jahre 1990 gab es praktisch keinen Tourismus dort. Es ist ein arides Gebiet mit Trockenflussbetten, die nur unterirdisch Wasser führen. Nun entwickelt sich die Region rasant mit guten Straßen, Erzminen und einem Staudamm in den Baynes-Bergen.
Interessant für Touristen ist die relative Unberührtheit der Landschaft und der Grenzfluss Kunene mit seinen Stromschnellen und Wasserfällen wie die Epupa-Fälle und die Ruacana-Fälle. Bei Letzteren sorgt der Staudamm allerdings für Unterschiede im Wasserstand. Man hat die Möglichkeit, die Himba-Kultur kennenzulernen. Außerdem ist das Kaokoveld ein El Dorado für Geländefahrer.

Uwe und Maria
Uwe und Maria

An den Epupa-Fällen beginnt auch die Geschichte von Himba-Uwe, der seit 1999 in Namibia lebt und mit Maria, einer Ovahimba-Häuptlingstochter aus Epupa verheiratet ist. Uwe Krüger, Baggerfahrer und Elektriker aus Halle, hatte sich auf eine Stellenanzeige als Lodge-Manager für das Omarunga-Camp gemeldet. Er startete dort allerdings in der Regenzeit, wo in 90 Tagen gerade einmal zwei Gäster kamen. Also hatte er Zeit, Sprachkenntnisse in Otjiherero zu erwerben. Er lernte Maria kennen, wurde 2001 in die Himba-Gesellschaft und in die Familie aufgenommen. Die beiden heirateten, er adoptierte ihre Kinder, und gemeinsam haben sie vier weitere Kinder. Der älteste Sohn ist mittlerweile 9 Jahre alt. Etwa 2 Monate im Jahr lebt Uwe derzeit bei seiner Familie im Kraal, die übrige Zeit ist er als Reiseleiter unterwegs.
Carsten Möhle zeigt Bilder vom Himba-Kraal, in dem Uwe mit seiner Familie lebt und stellt das System der Himba-Dörfer vor, die häufig noch relativ traditionell organisiert sind, z.T. aber auch Solarenergie nutzen. Er lässt das Publikum einen Blick in die Hütten werfen und erklärt Schmuck und Haartracht, die ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Kultur sind.
Während die Männer meist westlich gekleidet und weniger präsent sind, tragen die Frauen oft ganz selbstverständlich traditionelle Kleidung und schweren Schmuck. Frauen und Männer nutzen mit Fett vermischtes Ockerpulver als Schutz für die Haut und für deren rötlichen Glanz.
Sozialer Status und Reichtum der Himba hängen von der Menge der Rinder, die ein Clan besitzt, ab. Die Himba leben halb-nomadisch, nutzen Sommer- und Winterweiden für ihr Vieh. Sie verdienen am Tourismus mit, z.B. durch eigene Camping-Plätze und Projekte, haben aber auch die Wahl, dem Tourismus aus dem Weg zu gehen.
In der Epupa-Region leben mittlerweile rund 1200 Himba; damit ist ihre Zahl  stark gestiegen, und man wird mehr und mehr sesshaft dort. Wegen der Dürre ersetzen Ziegen oft die Rinder.

Die Region ist auch für Geländefahrer interessant, und Herr Möhle zeigt in Bildern und Videos Fahrtechniken und -manöver im steinigen Kaokoveld wie auch einen Getriebewechsel. Ein Problem ist nämlich der Mehlstaub, ganz weicher Sand,  der in alle Ritzen dringt und vom Motor angesogen wird.
Wir sehen Aufnahmen vom Van-Zyl´s-Pass, der zu den schwierigsten und gefährlichsten Abfahrten gehört, und vom Marienflusstal. Neben Trockenflussbetten wie dem Hoanib, wo nach starken Regenfällen große Fluten Autos einfach wegspülen, sieht man tolle archaische Landschaften mit dem ältesten Gestein der Erde. In der Einsamkeit  kann man Wüstenelefanten begegnen, die meist in Herden von 10 - 12 Tieren leben und keine eigene Art, sondern einfach an die Wüste angepasst sind. Kaum Chancen bestehen allerdings, Wüstenlöwen zu entdecken, die auch in dem Gebiet leben.

Und schließlich gibt es mit Bwanas Buschschule Afrika zum Anfassen: Himba-Amulette, Halsbänder Muschel- und Messing-Schmuck, Kameldornschoten, Gürtel oder Schminkdöschen mit Ocker.Afrika zum Anfassen

Vortrag  von Sascha Staubach am 22.11.2016

Vortrag von Sascha StaubachIm Großen Hörsaal des Geozentrums am Uni Campus Riedberg berichtete Sascha Staubach vom Fachbereich Geowissenschaften/Geografie der Goethe-Universität den vielen interessierten Zuhörern über die verborgenen Schätze Namibias. Die vielfältigen Mineralien und Edelsteine sind nicht nur wegen ihrer Schönheit berühmt, sondern zeugen auch von der bewegten geologischen Vergangenheit Namibias. Aufgrund der geringen  Pflanzenbedeckung sei die Geologie hier wie ein aufgeschlagenes Buch, so Staubach. Fünf ausgewählte Mineralfundstellen stellte er exemplarisch vor.

Fotoausstellung KUISEBWerkschau der Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Rödelheim.
Vernissage am 06.09.2016

Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren, lebt seit 2012 in Swakopmund und gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen in Namibia. Ihre erste Ausstellung in Deutschland zeigt das einfache, bescheiden-glückliche Leben des Volkes der Topnaar-Nama an den Ufern des Trockenflusses Kuiseb,der sich 560 km lang durch die Wüste Namib schlängelt und manchmal über Jahre nur unterirdisch Wasser führt. Vom 1. bis zum 29. September sind die Fotos zu sehen.

ElemothoElemotho am 6.5.2016 im Internationalen Theater in Frankfurt

Durch die erfolgreiche Kooperation der DNG Rhein-Main mit dem Internationalen Theater Frankfurt war der namibische Sänger Elemotho dort bereits zum dritten Mal zu Gast.

Er brachte gemeinsam mit seinem Gitarristen und Backgroundsänger Samuel Batola "The New Sound of the Kalahari" nach Frankfurt. Neben bekannten Titeln konnte das Publikum schon eine Kostprobe des neuen Albums hören, dass 2017 auf den Markt kommt. Hier werden sich traditionelle afrikanische Rhythmen mit Blues- und Pop-Elementen mischen und eine neue Spielart des typischen Elemotho-Sounds hervorbringen.

Das Konzert war sehr gut besucht und auch der Empfang der DNG Rhein-Main (diesmal wieder mit Windhoek Lager, wir danken dem Namibian Tourism Board für die Spende) nach der Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Künstler standen für Gespräche und Autogramme bereit und sorgten für die afrikanische Stimmung.

Carsten MöhleVortragsveranstaltung von Carsten Möhle alias Bwana Tucke-Tucke in der EXPERIMINTA in Frankfurt am 19.03.2016

Namibia ist ein faszinierendes und sicheres Reiseland und eignet sich dank der guten Infrastruktur hervorragend für Selbstfahrer. Es locken spektakuläre Landschaften, eine vielfältige Tierwelt sowie die Möglichkeit Naturvölker zu besuchen und sein Zelt unter weitem Himmel aufzustellen. Doch diese Touren sollten gut vorbereitet sein, damit man nicht zu den rund 55 Selbstfahrern pro Jahr gehört, die ohne Mitwirkung anderer tödlich verunglücken.

Nashornschutz in NamibiaVortrag von Birgit Möhring in Kooperation mit der Zoologischen Gesellschaft (ZGF) und dem Zoo Frankfurt am 03.03.2016 Möhring

Gut besucht war auch die Vortragsveranstaltung zum Nashornschutz in Namibia, die in den Räumlichkeiten des Zoogesellschaftshauses stattfand. Birgit Möhring, Nashornexpertin und Vizepräsidentin der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V., berichtete vor einem sehr interessierten Publikum über die Situation der Nashörner in Namibia, die sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft hat. Nachdem der Bestand in Südafrika regelrecht dezimiert wurde, ist nun Namibia ins Fadenkreuz internationaler professioneller und mit Hightech-Gerät ausgerüsteter Banden geraten. Die Nashorn-Wilderei weist längst Strukturen organisierter Kriminalität auf. Im vergangenen Jahr haben Wilderer mindestens 90 Tiere getötet, vorwiegend im Etosha-Park und in der Kunene-Region. In diesem Jahr entdeckte man bislang 34 Tiere, die dem kriminellen Geschäft zum Opfer gefallen sind.

MultivisionMultivisionsshow von Helmut Gries in Kooperation mit Globetrotter in Frankfurt am 11.02.2016

Von der Nordgrenze Südafrikas bis tief nach Angola hinein erstreckt sich die älteste Wüste der Welt nahezu 1.600 km entlang der rauen Küste Namibias. Dorthin entführte der Ingenieur und Naturfotograf Helmut Gries in seiner ausverkauften Multivisionsshow in der Globetrotter-Filiale sein begeistertes Publikum mit großartigen Bildern: Kontrastreiche Landschaften in einem ariden Gebiet mit Temperaturschwankungen von bis zu 60°C, Geröll- und Sandwüste, die höchsten Dünen der Welt - und nicht zuletzt das Licht, das die Faszination der Namib ausmacht.

Interview mit B. Jaumann"Der lange Schatten" - Zweite Lesung des mehrfach ausgezeichneten Krimi-Autors Bernhard Jaumann in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Rödelheim am 10. Dezember 2015

Der jüngste Roman um den dritten Fall für Clemencia Garises spielt zur Hälfte in Namibia und in Deutschland. Kurz nachdem in Freiburg das Grab des Rassenforschers Eugen Fischer geschändet wird, werden in Windhoek die Frau des deutschen Botschafters und ein Herero-Junge, den sie adoptieren will, entführt. Während sich eine namibische Delegation in Berlin aufhält, um zwanzig in der Kolonialzeit geraubte Schädel zurückzuholen, wird ein Polizist erschossen. In Namibia sucht die Ex-Polizistin Clemencia, die inzwischen ein privates Sicherheitsbüro eröffnet hat, nach den Entführten und erkennt fast zu spät, dass sie für eine groß angelegte Intrige eingespannt wird...

Dead River"Dead River", "Rider Without a Horse" und "Melodies of the River" - Drei Kurzfilme in Kooperation mit dem Mal Seh´n Kino in Frankfurt am 29.07.2015

Dieser Filmabend war dem namibischen Filmemacher Tim Hübschle gewidmet, einem der renommiertesten und einem der wenigen weißen Filmemacher in Namibia. 1978 in Reutlingen geboren, beendete er die Schule in Windhoek und studierte dann englische und deutsche Literatur sowie Film-Theorie in Kapstadt. Er drehte TV-Dokumentationen für den Sender NBC, produzierte Werbung und Musik-Videos und für das deutsche Fernsehen "Das Waisenhaus für wilde Tiere". Sein Herz hat er allerdings an die narrative Kraft der Kurzfilme verloren.

Dr. Widmann"Es war interessant, dort gelebt zu haben in einer Zeit, die spannender nicht hätte sein können." - So Dr. Widmann über die fünf Jahre, die er ab 1976 als Lehrer an der DHPS (Deutsche Höhere Privatschule) in Namibia verbracht hatte. Damals entstanden die Aufnahmen für den Film "Windhuk 1977", den er an diesem Abend im Club Voltaire in Frankfurt zeigte. Darin stellte er die namibische Hauptstadt im Hochland vor und berichtete über seinen Aufenthalt in dem südwestafrikanischen Land, das damals in Erwartung der Unabhängigkeit stand, die dann allerdings erst am 21. März 1990 vollzogen wurde.

Vortrag von Carsten Möhle am 12. März 2015

Carsten MöhleSehr gut besucht war der nunmehr sechste Vortrag von Carsten Möhle, der wieder im EXPERIMINTA ScienceCenter in Frankfurt stattfand. Diesmal nahm Bwana Tucke-Tucke die Besucher mit auf eine informative, spannende und unterhaltsame Reise zu und mit den San. Sie führte zu verschiedenen Buschmannsippen im südlichen Afrika. Gleichzeitig ging es aber auch um die Reise der Buschleute ins heutige Leben:

Jedes Jahr werden 10 bis 20 Naturvölker ausgelöscht. Und die, die überleben, verabschieden sich von ihrer bisherigen Lebensweise. So droht auch die Kultur der San im Zuge der Globalisierung unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten, deren Traditionen, Sprachen, Sitten und Gebräuche.

Coming Home"Coming Home" -  Namibischer Kurzfilm auf dem Frankfurter Filmfestival AFRICA ALIVE am 05. Februar 2015

Bereits zum 21. Mal fand das afrikanische Kultur- und Filmfest in Frankfurt statt, und erstmals gab es eine Kooperation der DNG mit den Veranstaltern des Festivals. Gezeigt wurde der 20-minütige Kurzfilm "Coming Home" (Namibia, 2014) unter der Regie von Mirinda Stein, der auch beim diesjährigen Panafrikanischen Film- und Fernsehfestival in Ouagadougou zu sehen sein wird.

Gut besucht mit 20 Teilnehmern war der letzte Stammtisch des Bezirks Rhein-Main in diesem Jahr, der wieder im Restaurant Lilium stattfand. An diesem Abend konnten auch einige neue Gäste begrüßt werden, darunter Studenten aus Marburg, die extra angereist waren, um mit dem Bezirksvorsitzenden Jörg Bauer über den Konflikt zwischen Deutschland und Namibia im Hinblick auf Reparationsforderungen zu sprechen. Weitere Themen an diesem Abend waren Reisen, persönliche Erlebnisse und Neuigkeiten aus Namibia. Auch gab es weihnachtliches namibisches Kunsthandwerk zu erwerben.

Vortragsveranstaltung in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main am 08.10.2014

R. OsterkampAuf großes Interesse stieß die erste gemeinsame Veranstaltung der Deutsch-Namibischen Gesellschaft mit der IHK Frankfurt am Main. Rund 50 Besucher kamen um sich über die wirtschaftlichen Aspekte des Wachstumsmarktes Namibia informieren zu lassen.

Michael T. Fuhrmann von der IHK Frankfurt am Main eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung über die Wirtschaft Namibias und die besonderen bilateralen Beziehungen seit der Unabhängigkeit, seit der es auch ein Kooperationsabkommen mit der Namibian Chamber of Commerce gibt.

Filmabend in Kooperation mit dem Mal Seh´n Kino in Frankfurt am 27.08.2014

FilmplakatFilmplakatKnapp 70 Besucher, darunter auch Gäste der finnischen Gemeinde in Frankfurt, sahen den Dokumentarfilm "From Namibia With Love" (Namibia / Finnland 2011) von Laura Meriläinen-Amaumo, der eine politische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des namibischen Befreiungskampfes schildert.

Der Film basiert auf den Erlebnissen einer jungen Finnin, die in den 1950ern als Missionarin nach Afrika entsandt wird und sich in Tansania in einen namibischen Pfarrer verliebt. In den 1970ern unterstützten Anita und Salatiel die SWAPO im Kampf für Namibias Freiheit und Unabhängigkeit gegen die südafrikanische Besatzungsmacht.

Konzert der A-cappella-Band VMSix im Internationalen Theater in Frankfurt am 27. Juni 2014

VMSixVMSix in FrankfurtIm Sturm und mit "Sturmwind", nämlich ihrem neuesten Album "Ekundungu" haben VMSix im Internationalen Theater in Frankfurt ihr Publikum erobert. Mit ihren wunderbaren Stimmen und ihrem Harmoniegesang wussten sie die rund 70 Gäste mit ihrem über zweistündigen Programm zu begeistern. Die fünf Mitglieder des Vokalensembles - Adora Lilani Kisting, Miyoba (Peter) Chizyuka,  Jones Mario, Mark Chizyuka und Vasco Mario - sangen Gospelsongs, christliche Lieder, Balladen, aber auch traditionelle afrikanische Stücke, die meisten davon als A-cappella-Gesang, nicht nur in Englisch und verschiedenen namibischen Sprachen, sondern auch in Spanisch und Italienisch und eines sogar in Chinesisch.

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