Die Deutsch-Namibische Gesellschaft ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit derzeit ca. 1.500 Mitgliedern und Förderern. Wir unterstützen Projekte in Namibia, fördern den Jugend- und Kulturaustausch, geben Informationen heraus, veranstalten Seminare und tun noch manches mehr.

Die Rhein-Neckar-Zeitung vom 21.Mai 2007 berichtete unter der Überschrift: "Gelungener Demokratieaufbau im 'Stern Afrikas'":

Drei Dinge waren am Ende den aus ganz Süddeutschland angereisten Tagungs-Teilnehmern im bis auf den letzten Platz ausgebuchten Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei klar: Die nach Informationen zur politischen und sozialen Situation Namibias Suchenden konnten die Überzeugung mit nach Hause nehmen, dass Namibia kein zweites Simbabwe ist und auch nicht zu werden droht und dass der namibische Alltag sich krass von dem unterscheidet, was viele Medienbeiträge in ihren Afrika-Reports der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" überzustülpen versuchen.

Die vielen ehrenamtlich in sozialen Projekten in Namibia aktiven Mitglieder der als gemeinnützig anerkannten Deutsch-Namibischen Gesellschaft konnten die Überzeugung mit nach Hause nehmen, dass ihr Wirken reiche Früchte im Bereich der Völkerverständigung sowie beim Aufbau und bei der Festigung der ethnisch sehr differenzierten namibischen Zivilgesellschaft trägt. Und alle waren schlussendlich der Überzeugung, sich quasi als große Familie der vom "Namibia-Bazillus" Infizierten Freunde dieses touristischen Traumlandes und seiner liebenswerten Menschen wieder in Heidelberg treffen zu wollen.

Die vom Vorstandsmitglied der DNG und Bezirksvorsitzenden Dr. Horst Eichler organisierte und geleitete und vom Agenda-Büro der Stadt Heidelberg, von der Volkshochschule und der Stadtbücherei unterstützte Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Heidelberger Oberbürgermeisters  Dr. Würzner, der als Ehrengast in seinen Grußworten die Arbeit des DNG-Bezirks und ihre Bedeutung auch für das Heidelberger Image innerhalb der internationalen Agenda-Arbeit würdigte.

Dass Namibia mit Recht oftmals als "Stern Afrikas“ bezeichnet werde, hob Dr. Eichler in seiner Eröffnungsansprache besonders hervor und begründete dies mit dem gelungenen demokratischen Aufbau Namibias nach der langen Zeit kolonialer Fremdbestimmung auch in der nachdeutschen Zeit des südafrikanischen Apartheidsregimes. Die Basis des zukunftsfähigen Landes sei eine der modernsten und freiheitlichsten Verfassungen der Völkergemeinschaft und die namibische Verfassungswirklichkeit entspräche im Gegensatz zu vielen afrikanischen Staaten auch der Verfassungstheorie.

Die Frage der noch nicht befriedigend gelösten Landreform wurde von der Botschaftsvertreterin Libertina Kautwima angesprochen und in facettenreichen Diskussionbeiträgen kommentiert.

In einer Vortragsfolge brachte der Biologe und Afrikakenner Dr. Hans Horn Licht in dunkle Welt der Termiten des Etosha-Nationalparks, während W.-Eberhard Henkel die Mineralien der weltbekannten Tsumeb-Mine mit seinen Erläuterungen erstrahlen ließ. Das namibische Schulsystem erläuterte Gisela Fasse und von der Arbeit auf einer Tierfarm berichtete Britta Bolzmann. Über den namibischen Himmel und die dürstende Namib-Wüste sprachen Dr. Jens Lüdemann als Amateurwissenschaftler der Internationalen Amateursternwarte (IAS) als Nachbar des Heidelberger H.E.S.S. - Projektes des hiesigen Max-Planck-Institutes und Dr. Eichler über seine Forschungen zum wissenschaftlich wenig beachteten und praktisch kaum genutzten Wasserpotenzial der Nebel-Wüste bei der Forschungsstation Gobabeb.

Sowohl die Eröffnung der Etosha-Fotoausstellung mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann als auch die öffentliche Erstaufführung des Dokumentarfilms "Wenn uns zwei Berge trennen", der über das Schicksal der so der von der SWAPO 1970 als so genannte Schokoladenkinder in die DDR und dann in das nun selbständige Namibia Repatriierten berichtet, waren - auch wegen der anwesenden zwei Filmemacher M. Nagel und M. Reinbold -  bemerkenswerte Rahmenveranstaltungen des Namibia-Tages.

Etosha-Fotoausstellung und Filmvorführung „Wenn uns zwei Berge trennen“ als Rahmenprogramm des 4. Namibia-Tages.

Sowohl die in Kooperation mit der Heidelberger Stadtbücherei vom 7. - 19. Mai 2007 gezeigte Fotoausstellung "Etosha - Tierfotografien aus Namibia" des bekannten Tierfotografen Dr. Wolf Steiger (Mitglied der Bosch-Fotogruppe Stuttgart) als auch der zum Abschluss des Namibia-Tages gezeigte Film "Wenn uns zwei Berge trennen" der beiden Filmemacher Marion Nagel und Martin Reinbold bildeten die Glanz- und Eckpunkte des 4. Heidelberger Namibia-Tages.

Statt mit einer sektgeschwängerten Vernissage wurde die Eröffnung der Etosha-Ausstellung mit einem wissenschaftlichen Vortrag des Heidelberger Zoodirektors Dr. Klaus Wünnemann zum Thema "Afrikas Reichtum - Natur als Erbe der Menschheit und wirtschaftliche Chance" begangen und in den folgenden Tagen von Besuchern im Foyer der Stadtbücherei stark frequentiert.

Der mit eindrucksvollen Dokumentaraufnahmen aus der Zeit des namibischen Befreiungskampfes unterlegte Film "Wenn uns zwei Berge trennen" berichtet über das Schicksal namibischer Kinder, die seit 1979 von der damaligen namibischen Befreiungsorganisation SWAPO zur Ausbildung (als spätere Kader) in die DDR verbracht und nach der politischen Selbständigkeit Namibias und des Zusammenbruchs der DDR wieder in ihre alte, aber für sie inzwischen fremd gewordene Heimat Namibia repatriiert worden waren. In sehr emotionalen Interviews geben sowohl einige der damals in der DDR als "Schokoladenkinder" bezeichneten und heute in Namibia lebenden Betroffenen als auch ihre ehemaligen Betreuer Einblicke in zwei politisch und kulturell doch anscheinend damals wie heute so unterschiedliche Welten.

Die beiden anwesenden Filmemacher wurden von den über 140 Besuchern für ihr filmisch wie thematisch exzellent angegangenes Thema mit "standing ovations" geehrt. Der Tagungsleiter Dr. H. Eichler überreichte den beiden Jungfilmern als Anerkennung und zur Erinnerung einen "Heidel-Bär" mit den besten Wünschen, auf dass sich dieser "Heidel-Bär" zu einem Goldenen Bären auf einer der nächsten Berlinalen auswachsen möge.

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