Die Deutsch-Namibische Gesellschaft ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit derzeit ca. 1.500 Mitgliedern und Förderern. Wir unterstützen Projekte in Namibia, fördern den Jugend- und Kulturaustausch, geben Informationen heraus, veranstalten Seminare und tun noch manches mehr.

Nachrichten

Otavi2017Die Deutsche Privatschule Otavi setzt sich für den Erhalt und die Förderung der deutschen Muttersprache in Namibia ein. Die kleinste Privatschule im Land sucht zum Schuljahresbeginn Januar 2018 eine/n Lehrer/in  für mindestens ein Jahr.

Namib HorsesDie Zeit wird knapp, die DNG ist momentan auf einem guten Platz, aber noch können andere Vereine beim Vereinswettbewerb der ING DiBA aufholen. Wir brauchen daher noch JEDE Stimme, um 1000,- EUR zu gewinnen, die wir der Rettung der Wildpferde in der Wüste bei Aus zur Verfügung stellen wollen. Nur wenn wir unter den ersten 200 Vereinen in unserer Kategorie sind, gewinnen wir und noch in den letzten Stunden können wir zurückgedrängt werden. Die Aktion läuft nur noch bis Dienstag, 7.11. um 12:00 Uhr. Bitte helfen Sie mit, in dem Sie gleich unter dem Link https://www.ing-diba.de/verein/app/club/societydetails/d46e7122-9ccb-4427-9c22-8191a03b573f den Abstimmcode anfordern und an der angegebeneen Stelle eingeben. Es geht ganz schnell und für die Pferde kann es um Leben oder Tod gehen. Und leiten Sie die Nachricht auch an Freunde und bekannte weiter! Wenn Sie nicht wissen, wie Sie abstimmen können oder Fragen zu der Aktion haben, rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter (Tel 0551-7076781, wenn das Telefon nicht besetzt ist, rufen wir zurück). Wir hatten im letzten Newsletter schon auf die Aktion der ING-DiBa hingewiesen, bei der sich die DNG bereits zum dritten Mal beteiligt. Die ersten 200 Vereine einer Kategorie gewinnen jeweils 1000,- EUR für einen festgelegten Zweck.

Warum brauchen die Pferde Hilfe?
Im Namib-Naukluft-Park, auf der Garub-Ebene in der Umgebung von Aus, kämpfen die wilden Pferde der Namib weiterhin um ihr Überleben. Da der erhoffte Winterregen im Südwesten von Namibia ausgeblieben ist, liegt die Ebene wie ein einziger großer Sandkasten da. Vegetation ist kaum vorhanden. Das Überleben der „Namibs“ hängt nach wie vor von der Ergänzungsfütterung ab, die mit den großzügigen Spenden der Öffentlichkeit durchgeführt wird. Die Zahl der Pferde nimmt steil ab, und seit Beginn der Dürre 2013 hat kein einziges Fohlen überlebt.



Fünf Tage lang, vom Donnerstag 18. bis zum Montag 22.Mai 2017, haben die fünf Sängerinnen und fünf Sänger aus dem fernen Namibia die Menschen am Untermain (von Frankfurt über Klingenberg/Main bis nach Aschaffenburg) im Handumdrehen mit ihren Gesängen und Tänzen elektrisiert. Der Chor, der aus der Ansiedlung Hoachanas am Rande der Kalahari-Wüste stammt, ca.150 km südwestlich von der namibianischen Hauptstadt Windhuk, konnte bei all seinen vielen Auftritten und Empfängen überzeugen.
Bereits eine Stunde nach seiner Ankunft auf dem Flughafen in Frankfurt/Main stimmte der Chor für sein deutsches Empfangskomitee unter der Organisatorin Frau Angelika Gleich, einen gar gewaltigen Song an, der alle Flughafenpassanten zum Verweilen und Fotografieren einlud. Weitere Programmpunkte an diesem Tag waren eine Stadtführung durch Aschaffenburg, ein Besuch des evangelischen Kindergartens in Kleinostheim sowie ein Empfang durch den OB der Stadt Aschaffenburg, Klaus Herzog. Dem schloss sich ein Kurzbesuch der evang. Kirche an, wo der Chor durch Frau Pfarrerin Kellermann-Rupp den Reisesegen empfing. Der obligatorische Grillabend („Braaivleis“) bei Familie Gleich zusammen mit allen Gasteltern, rundete diesen aufregenden Tag ab. Bei allen Gelegenheiten gab der Chor seine Lieder und Tänze zum Besten. Überschwänglicher Beifall war stets der Dank der Zuhörer.
Nicht minder turbulent ging es am Freitag (19.5.) in Wörth/Main, Trennfurt und Klingenberg zu: Schulbesuche und div. Aktivitäten (u.a. Volleyball) standen dort auf dem Programm. Das erste Konzert in der überfüllten evang. Trinitatiskirche in Klingenberg rief Begeisterungsstürme hervor, so dass der Chor mehrere Zugaben singen musste.

im Stadion HoffenheimDer songfreie Samstag (20.5.) war dem Fußballsport gewidmet: Das Bundesligaspiel TSG Hoffenheim im Kraichgau gegen den FC Augsburg (0:0) war eine ganz neue Erfahrung für alle Teilnehmer, außer dem Unterfertigten, der vor 50 Jahren einmal selbst gegen Hoffenheim kickte, allerdings nicht vor ca. 31.500 Zuschauern. Bewaffnet mit namibianischen Fahnen und Flaggen, waren wir alle mal wieder, neben den Fußballakteuren, die meistfotografierte Gruppe. Auf dem Heimweg machten wir kurz Station und schauten uns in Schaafheim einen mittelalterlichen Markt an.
Am Sonntag („Rogate“) besuchten wir in Aschaffenburg den Morgengottesdienst in der evang. Christuskirche, wo der Chor auf das herzlichste vom Pfarrer begrüßt wurde. Der Chor stimmte nach dem Gottesdienst spontan einige Lieder an und machte somit beste Reklame für das abendliche Konzert an gleicher Stätte. Wieder war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Euphorisch wurden Tänze und Gesänge von den dankbaren Zuhörern beklatscht. Wiederum gab der Nama-Chor sein Bestes und sang in fünf verschiedenen südafrikanischen Sprachen, und als eine der mehrfachen Zugaben sogar auf Deutsch „Hoch auf dem gelben Wagen“.

Schulbesuch in Haibach
Schulbesuch in Haibach


Am Montag (22.5.) gab es noch einen Besuch der Grund-und Hauptschule von Haibach, einem Stadtteil von Aschaffenburg. Die ganze Schulgemeinde und der Ortsbürgermeister hießen uns mit Musik und Gesang herzlich willkommen. Die Revanche ließ nicht lange auf sich warten: Der Proud-Nama-Footprint-Chor sang, trommelte und tanzte mal wieder spontan mit Schülern und Lehrern.
Mit dem abschließenden Reisesegen wurden wir entlassen, fuhren zum Hauptbahnhof von Aschaffenburg. Gasteltern und Freunde verabschiedeten sich herzlich, mit der einen oder anderen Träne in den Augen, von ihren Schützlingen, die alsbald den Zug bestiegen um nach Berlin zu fahren.Am Bahnhof nach Berlin
Dort empfängt sie der namibianische Botschafter. Tags drauf werden die jungen Sängerinnen und Sänger (22 bis 34 Jahre) am evangelischen Kirchentag teilnehmen. Ab nächster Woche findet dann die große dreiwöchige Tour durch ganz Deutschland statt.

Dr. Dieter Widmann, Kleinostheim

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